Ein Luftentfeuchter läuft im Winter schnell zehn Stunden am Tag, im nassen Keller auch mal rund um die Uhr. Bei einem 300-Watt-Gerät sind das schon 30 bis 40 Euro Strom im Monat, und viele Käufer sehen die Rechnung erst, wenn die Jahresabrechnung kommt. Ich habe selbst zwei Jahre lang einen Kompressor-Entfeuchter durchlaufen lassen, ohne die Kosten ehrlich hochzurechnen. Damit dir das nicht passiert, habe ich diesen Rechner gebaut.
Luftentfeuchter Stromverbrauch berechnen – Kurzantwort
Die Formel lautet: Wattzahl × Betriebsstunden pro Tag ÷ 1000 × Strompreis pro kWh = Kosten pro Tag. Beispiel: 300 W × 8 h ÷ 1000 = 2,4 kWh; bei 0,35 €/kWh sind das 0,84 € am Tag, rund 25 € pro Monat, 306 € im Jahr bei täglichem Betrieb. Der Rechner unten macht das automatisch und zeigt dir die Kosten pro Tag, Monat und Jahr.
Geräteklasse (optional – setzt typische Wattzahl):
Deine Stromkosten
Pro Tag
0,84€
Pro Monat
25€
Pro Jahr
151€
⚡ Verbrauch selbst messen – Stromzähler für Steckdose →
⭐ Ab ca. 15 € · Werbelink*
Berechnung: Watt × Stunden ÷ 1000 × Strompreis. Real oft etwas niedriger, weil moderne Geräte mit Hygrostat nicht durchlaufen. *Werbelink zu Amazon.
So funktioniert die Rechnung
Die Formel ist einfach und im Physik-Unterricht der 7. Klasse gelernt, aber sie hat es in sich, weil sich kleine Änderungen in großen Jahres-Summen niederschlagen:
Kosten pro Tag = Watt × Stunden ÷ 1000 × Strompreis pro kWh
Ein 300-Watt-Gerät, das acht Stunden am Tag läuft, verbraucht 2,4 kWh pro Tag. Bei 0,35 € pro kWh sind das 84 Cent am Tag, rund 25 € im Monat, 306 € im Jahr bei täglichem Betrieb. Ein 600-Watt-Gerät im Dauerbetrieb kommt schnell auf 600 € Jahresverbrauch. Kein Weltuntergang, aber Zahlen, die man vor dem Kauf kennen sollte.
Welches Gerät verbraucht wie viel? (Realistische Wattzahlen)
Für die Voreinstellung im Rechner habe ich die typischen Wattzahlen aus den Datenblättern meiner selbst getesteten Geräte und aktuellen Marktrecherchen zusammengetragen:
- Mini-Geräte (bis 12 L/Tag): 60 bis 180 Watt. Peltier-Geräte am unteren Ende, kleine Kompressor-Geräte am oberen. Für Bad oder Schlafzimmer.
- Klein (12 bis 20 L/Tag): 200 bis 300 Watt. Typische Wohnraum-Klasse. Meist Kompressor.
- Mittel (20 bis 30 L/Tag): 350 bis 450 Watt. Standard-Keller-Klasse. Mein eigener Kompressor-Entfeuchter liegt in diesem Bereich.
- Groß (30 bis 50 L/Tag): 500 bis 700 Watt. Große Keller oder mittlere Neubau-Situationen.
- XL / Bautrockner (über 50 L/Tag): 700 bis 1000 Watt. Trocknungsphasen, meist zeitlich begrenzt.
Die genaue Wattzahl steht bei Amazon fast immer im Datenblatt unter „Leistungsaufnahme". Nimm den maximalen Wert, dann rechnest du auf der sicheren Seite.
Die drei größten Spar-Hebel (aus eigener Erfahrung)
1. Hygrostat nutzen – oder eines nachrüsten. Ein Hygrostat schaltet das Gerät ab, sobald die Zielfeuchte erreicht ist, und wieder an, wenn sie überschritten wird. Ohne läuft das Gerät stundenlang unnötig weiter und trocknet die Luft unter 40 Prozent, was für die Atemwege ungesund ist und Geld verbrennt. Ich habe in meinem eigenen Keller zwei Jahre lang ein Gerät ohne Hygrostat laufen lassen – nach dem Wechsel auf ein Gerät mit Hygrostat ist der Stromverbrauch um rund 30 Prozent gesunken. Für ältere Geräte ohne Hygrostat gibt es einfache Hygrostat-Zwischenstecker.
2. Richtige Zieltemperatur einstellen. Das Umweltbundesamt empfiehlt, die relative Luftfeuchtigkeit im Wohnbereich dauerhaft unter 60 Prozent zu halten. Alles unter 50 Prozent ist Übertrocknung: mehr Stromverbrauch, ohne dass es dem Raumklima hilft. Stell den Hygrostat auf 55 Prozent, nicht auf 40.
3. Nicht dauerhaft laufen lassen, wenn du auch richtig lüften könntest. Im Herbst ist die Außenluft oft trockener als die Innenluft. Zehn Minuten Stoßlüften ersetzen dann eine Stunde Entfeuchter. Beobachte deine Hygrometer-Werte, statt nach Gefühl zu heizen und zu lüften.
Ohne Messgerät rätst du
Der Rechner arbeitet mit der Wattzahl aus dem Datenblatt. Was dein Gerät wirklich zieht, siehst du erst, wenn du zwischen Gerät und Steckdose ein einfaches Messgerät hängst. Ich habe eines seit Jahren an meinem Entfeuchter, es kostet keine 20 Euro und ist die einzige Art, ehrliche Zahlen zu bekommen – vor allem, weil das reale Watt-Bedarf im Betrieb oft niedriger liegt als der Maximalwert im Datenblatt.
- Neuen Design Stromzähler Steckdose mit 8 Überwachungsmodi: NEUE VERSION...
- Überlastwarnung: 3680W Überlastschwelle zum Schutz Ihres Haushaltsgeräte vor...
- Speicherfunktion: Keine Batterie erforderlich, die letzten Daten (Preis...
Wann sich ein neues Gerät wirklich lohnt
Ich werde oft gefragt, ob es sich lohnt, ein zehn Jahre altes Gerät gegen ein neues, effizienteres zu tauschen. Meine ehrliche Antwort: Nur dann, wenn du wirklich viel Betriebsstunden hast (Keller-Dauerbetrieb) und dein aktuelles Gerät entweder deutlich mehr Watt zieht als nötig oder keinen Hygrostat hat. In allen anderen Fällen amortisiert sich der Neukauf über den Stromkostenvorteil erst nach fünf bis sieben Jahren – kein zwingender Grund.
Falls du gerade vor der Erst- oder Ersatz-Anschaffung stehst, sind das die Geräte, die aktuell rotieren:
- 【Verbessertes Erlebnis】Mit einem Betriebsgeräusch von nur 36 Dezibel sorgt...
- 【Hocheffiziente Entfeuchtung】 Entfeuchtungskapazität bis zu 12 Liter pro...
- 【Einfache Bedienung】Über das LED-Display können Sie die gewünschte...
Häufige Fragen zum Stromverbrauch
Wie viel Strom braucht ein Luftentfeuchter im Monat?
Bei einem typischen 300-Watt-Gerät (Wohnraum-Klasse), das acht Stunden am Tag läuft, rund 25 € im Monat bei einem Strompreis von 0,35 €/kWh. Bei einem 600-Watt-Gerät im Keller-Dauerbetrieb kann es schnell 150 € im Monat werden.
Ist ein Luftentfeuchter ein Stromfresser?
Nein und ja. Ein einzelnes Gerät ist kein Stromfresser wie eine E-Heizung, aber im Dauerbetrieb summieren sich die Kosten. Ein Kompressor-Entfeuchter der Mittelklasse verbraucht im Jahr grob so viel wie ein guter Kühlschrank – überschaubar, aber sichtbar.
Lohnt sich ein energieeffizientes Modell?
Wenn du wenig Betriebsstunden hast (unter 3 Stunden pro Tag), macht der Effizienz-Unterschied wenige Euro pro Jahr aus. Bei Dauerbetrieb im Keller ist ein moderner Kompressor-Entfeuchter mit A- oder A+-Label einem alten Peltier-Gerät klar überlegen.
Kompressor oder Peltier – was verbraucht weniger?
Absolut betrachtet verbraucht ein Peltier-Gerät weniger Watt, aber es entfeuchtet auch deutlich weniger Liter pro Stunde. Rechne das immer aufs Ergebnis um: Wie viele kWh brauchst du pro Liter Wasser? Da liegt der Kompressor fast immer vorn.
Wie kann ich meinen tatsächlichen Verbrauch messen?
Ein Energie-Messgerät zwischen Gerät und Steckdose. Kostet unter 20 €, zeigt Watt und aufsummierte kWh direkt an. Ohne so ein Gerät bleibt der reale Verbrauch eine Schätzung.
Und wenn du noch kein Gerät hast
Der Stromverbrauch hängt in erster Linie an der Wattzahl, und die hängt an der Gerätegröße. Wer ein 30-Liter-Gerät kauft, wo ein 12-Liter-Gerät gereicht hätte, zahlt jahrelang unnötig drauf. Umgekehrt spart ein zu kleines Gerät kurzfristig, verbraucht aber langfristig mehr, weil es dauerhaft an der Leistungsgrenze läuft:
→ Zum Größen-Rechner: Passende Luftentfeuchter-Größe für deinen Raum berechnen
Raum, Feuchte und Deckenhöhe eintragen – du siehst sofort die passende Geräteklasse.
Über den Autor
Lukas beschäftigt sich seit 2012 mit Luftfeuchtigkeit und Raumklima. Der Auslöser war ein Feuchtigkeitsproblem im eigenen Altbau – seitdem hat er über ein Dutzend Luftentfeuchter selbst getestet und ihre Verbrauchswerte mit einem Zwischenstecker gemessen. Als Vater von zwei Kindern achtet er besonders auf ein gesundes Raumklima ohne Kostenexplosion. Mehr über Lukas →